Über die Hügel der Haardt


Ein Bericht von Markus [ IBC-lomo ] 

Wie Kelme weiter oben (und auch vor etwas längerer Zeit erwähnt hat, hatte ich den LUCHS am Samstag Vormittag zu einer Testfahrt zur Verfügung. Für meine etwas anderen Körpermasse habe ich einfach den Sattel etwas tiefer gestellt und gut war. Eine weitere Änderung der Sitzposition wurde nicht durchgeführt, ebenso habe ich die Gabel nicht an das andere Körpergewicht abgestimmt. Mit dem Fahrrad los nach Maikammer und von dort aus in aller Frühe los durch die Weinberge nach St. Martin.

Im Hintergrund sieht man schon die Hügel der Haardt, die erklommen werden wollen. Über den "Frauenbrunnen" (keine Frauen weit und breit zu sehen) und den "Schorle-Stumbe" (keine Schorle weit und breit zu sehen) ging es von vorne auf den Hochberg hoch. Durch die etwas zentralere Sitzposition (verglichen gegenüber meinen anderen Räder wie Nicolai Helius AC, Endorfin Singlespeeder usw. usf.) über dem Tretlager geht der Luchs sehr gut bergauf und der 2.2er Race King aufder Hinterhand zeigt auf dem trockenen Boden des Pfälzerwalds keine Schwächen. Jede Kurbelumdrehung wird in Vorwärtsenergie umgesetzt. Ein flowiger Trail durch Heidelbeerfelder führte mich in Richtung St. Martiner Hütte. Terrain, wie gemacht für den LUCHS. Temporeich und flüssig wird die Trailabfahrt absolviert. Wendig geht es durch die flachen Kehren, ohne dass gleichzeitig eine Spur von Nervosität auftritt. Fein.
Weiter geht es über Hüttenhohl und Hahnenschritt hoch auf die Kalmit, immer mit flottem Bergauftempo, das Rad lädt förmlich dazu ein. Leider war die Gastronomie auf der Kalmit noch nicht betriebsbereit, so dass ich mich zu Weiterfahrt in Richtung Hohe Loog entscheide. Wieder geht es über flüssige Trails bergab. Das Rad macht als Hardtail auch in dieser Disziplin viel Spass, wobei, wenn man die Sattelstütze weiter versenken könnte, würde das noch mehr an "Bergabperformance" gewinnen. Nach kurzem Anstieg wir dei die Hohe Loog erreicht und endlich steht das verdiente Frühstück in der Morgensonne an.
Nach einer gut eingeschenkten Pfälzer Rieslingschorle (trocken, groß, sauer - alles andere ist Frevel) geht es sehr flüssig auf trockenen Trails bergab. 
Die Agilität gepaart mit der Stabilität gefällt mir sehr gut und das Rad macht mir bergab sehr viel Spaß. Über das Hambacher Schloß und durch die Weinberge geht es zurück nach Maikammer zum Ausgangspunkt und der LUCHS wandert wieder in den Kofferraum, morgen soll er dem Kelme als fahrbaren Untersatz dienen.
Alles in allem hat mir der Ausflug mit dem LUCHS sehr viel Spaß bereitet, auch wenn ich ihn jetzt nicht endgültig auf mich abstimmen konnte. Die Verarbeitung des Rahmens macht einen hochwertigen Eindruck und die Auswahl der Komponenten war gut überlegt ... ok, den Kronkorken als Aheadkappe auf dem Vorbau würde ich gegen nen Korken tauschen wollen ;-) Die verbauten Reifen haben gute Dienste und geleistet und bei perfekt trockenen Bodenbedingungen keine Schwächen gezeigt. Hinten scheint aber maximal ein 2.2er reinzupassen, während vorne ein 2.4 er verbaut war.
Gespannt bin ich noch auf die Singlespeeder-Version und weitere Entwicklungen von TANNENWALD